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paket
12:25

Kritik am Abkommen ist dennoch legitim – aus linker Sicht, weil es eben nicht weit genug geht: Es ist nämlich im wesentlichen nicht mehr als eine vollmundige, aber zahnlose Absichtserklärung ohne praktische Konsequenzen. Es proklamiert das Ziel, dass die Menschen in ihren eigenen Ländern in Sicherheit und Würde leben können, dass also niemand unfreiwillig zur Migration gezwungen ist. Dass die Rechte von Migranten gestärkt und dafür eine internationale Zusammenarbeit etabliert werden sollen. Das sind richtige Forderungen, denen aber leider nicht die notwendigen Konsequenzen folgen.

Das ist auch kein Wunder, denn dazu müsste man an die Grundlagen des kapitalistischen Systems gehen. Die massenhafte Migration ist heute vor allem Ausdruck weltweiter Ungleichheit, neokolonialer Ausplünderung ganzer Kontinente, imperialistischer Kriege und von westlichen Staaten mit Rüstungslieferungen angeheizter Bürgerkriege sowie profitgetriebener Umweltzerstörung. Hier müsste echte Fluchtursachenbekämpfung ansetzen. Das aber von einem UN-Pakt zu erwarten, wäre unrealistisch.

https://www.jungewelt.de/m/artikel/343095.schöne-gedanken.html

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Schweinderl